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🏁 Etappe 1: Medienrummel, Schwanen-Krimi und pure Nostalgie auf dem Main

📍 Von Mainleus nach Hochstadt | Der Auftakt zu meinem 470-km-Abenteuer

Der Startschuss für mein Mammutprojekt ist gefallen! Am heutigen Donnerstagmorgen hat meine 470 Kilometer lange Main-Längsdurchquerung offiziell begonnen. Bis zum Nachmittag habe ich mich durch die erste, extrem anspruchsvolle Etappe bis nach Hochstadt gekämpft – und dabei wirklich die volle Bandbreite eines echten Abenteuers erlebt: von massivem Medienrummel über tückisches Niedrigwasser bis hin zu einem echten Gewitter-Krimi inklusive einer ziemlich intensiven Schwanen-Begegnung.

Und das alles komplett ohne Kälteschutz: Nur in Badehose, Schwimmbrille und meiner pinken Silikon-Badekappe habe ich dem 18°C kühlen Flusswasser getrotzt.

 

🎬 Start in Mainleus – Blitzlichtgewitter und Drohnenflug

Schon bei meiner Ankunft kurz nach 7:00 Uhr am Startpunkt in Mainleus war mir klar: Dieses Projekt elektrisiert die Region. Die Reporter von BR2, BR3 und der lokalen Presse standen bereits parat, Kameras wurden in Position gebracht, und sogar der stellvertretende Bürgermeister war vor Ort, um mir persönlich viel Erfolg zu wünschen.

Durch das enorme Medieninteresse verzögerte sich mein Start ein wenig. Erst um 8:11 Uhr glitt ich – begleitet vom Summen einer Kameradrohne über mir – ins Wasser. Die ersten 25 Meter hatten es direkt in sich: Das Wasser war extrem niedrig, an echtes Schwimmen war kaum zu denken.

„Nachdem die Drohne weg war, musste ich mich erst einmal fünf Minuten im Wasser sammeln.“

Der ganze Trubel hatte meinen Puls ordentlich nach oben getrieben. Ein kurzer Anruf bei meiner Frau brachte mir die nötige Ruhe zurück. Ab 8:25 Uhr hieß es dann endlich: Kopf runter, Fokus an, schwimmen. Immer im pinken Drybag mit dabei: „Coach Affi“, der treu über meine Bananen, das Wasser und mein Haselnuss-Yfood wachte.

 

🧭 Die Tücken des Flusses: Wehre, Kiesbänke & 35 Jahre alte Erinnerungen

Die erste Etappe wurde schnell zu einer echten logistischen und körperlichen Herausforderung. Der Main hat mir sofort gezeigt, dass er kein steriles Wettkampfbecken ist:

  • 🛑 Wehr 1: Ein schnelles Umsetzen war hier unmöglich. Es bedeutete fast 500 Meter Fußmarsch über Land, bevor ich wieder ins Element durfte.

  • 🛑 Wehr 2: Hier wartete meine Frau als Logistik-Chefin bereits auf mich. Nach dem Umsetzen gab es endlich etwas mehr Strömung – allerdings nur bis zur ersten Kiesbank. Dort setzte ich unsanft mit dem Bauch auf. Ein echtes Déjà-vu: Hier gibt es fünf dieser Verwerfungen. Genau wie vor 35 Jahren, als ich hier beim Paddeln unterwegs war! Die Erinnerungen kamen sofort wieder hoch.

  • 🛑 Wehr 3: Trockener Beton empfing mich. Ich nutzte die Gelegenheit für eine kurze Bananenpause, um die Kraftreserven aufzufrischen.

  • 🛑 Wehr 4: Dieses Wehr war richtig fordernd. Eine flache Fischtreppe, breite Serpentinen und jede Menge Steine verlangten mir vollste Konzentration ab.

 

⛈️ Gewitter & Schwanen-Revierkampf kurz vor Hochstadt

Kurz vor dem Etappenziel zog plötzlich ein Gewitter auf. Sicherheit geht vor – also hieß es für mich: sofort raus aus dem Wasser! Rettung bot mir ein dicker Baumstamm, der im Fluss lag und auf den ich mich flüchten konnte.

Doch dort wartete bereits die nächste Überraschung auf mich: Eine Schwanenfamilie fühlte sich durch meine ungeplante Anwesenheit bedroht. Das Schwanen-Männchen ging sofort in den Angriffsmodus und baute sich imposant und flügelschlagend vor mir auf. Da saß ich nun – nur in Badehose auf dem Stamm, den wütenden Schwan direkt vor der Nase. Zum Glück verzog sich das Gewitter so schnell, wie es gekommen war, und die Begegnung ging letztlich friedlich aus.

Nach dem letzten Wehr des Tages war es dann endlich geschafft: Ich habe das Etappenziel Hochstadt erreicht!

 

🧡 Mein Fazit des ersten Tages

Ich bin hundemüde, von den Steinen gezeichnet, aber unendlich überglücklich und zufrieden. Der Main hat mich am ersten Tag mit all seinen Facetten gefordert – und er hat mich aufgenommen.

Jetzt heißt es im Camp erst einmal: Kohlenhydratspeicher füllen und regenerieren. Denn morgen wartet bereits die nächste Herausforderung auf meinem Weg nach Mainz-Kostheim!