🏊‍♂️ 44. Osterschwimmen Aschaffenburg

 

💠 Erfahrungsbericht im Rahmen von „470 Kilometer für innere Stärke“

 

🔧 Vorbereitung unter schwierigen Bedingungen

Die Vorbereitung für das 44. Osterschwimmen verlief dieses Mal ungewohnt chaotisch. Während der Neoprenanzug an seinem Platz hing, waren die Neopren‑Schuhe und ‑Handschuhe unauffindbar. Erst nach fast zwei Stunden tauchten zumindest die Schuhe wieder auf. Die Handschuhe blieben verschwunden, weshalb ich zunächst entschied, bei rund 10 °C Wassertemperatur notfalls ohne sie zu schwimmen.

Die Nacht davor war geprägt von Unruhe und schlechtem Schlaf. Erst am Morgen bemerkte ich, dass meine Nachtmedikation noch in der Dose lag – eine einfache Erklärung für die unruhige Nacht. Umso erleichterter war ich, als ich die Handschuhe kurz vor der Abfahrt zufällig oben auf dem Schrank fand.

 

🤝 Ankunft und Austausch vor Ort

In Aschaffenburg wurde ich herzlich empfangen. Viele kannten mich noch vom Vorjahr, und es ergaben sich zahlreiche Gespräche über mein Projekt „470 Kilometer für innere Stärke“. Besonders wertvoll war der Austausch mit den anwesenden Ortsgruppen der Wasserwacht und DLRG, da mein Projekt auf dem Main stattfindet und ich dort auf Unterstützung angewiesen bin.

 

🧤 Umziehen und letzte Vorbereitungen

Der 5‑mm‑Neoprenanzug erforderte wie immer Geduld und Hilfe, da er eng sitzt und nicht auf der Haut rutscht. Mit Unterstützung gelang es, alles korrekt anzulegen. Rescue‑Boje, Arnold und Affi, Handy, Autoschlüssel, Flossen und Handschuhe wurden vorbereitet – wobei die Handschuhe erneut kurzzeitig verschwanden und erst unter dem Auto wieder auftauchten.

 

🚍 Start an der Nilkheimer Eisenbahnbrücke

Mit dem Bus ging es zum Startpunkt an der Nilkheimer Eisenbahnbrücke. Die Bedingungen waren typisch für ein Osterschwimmen:

  • Wassertemperatur: 9,5 °C

  • Lufttemperatur: 4 °C

  • Ausrüstung: 5‑mm‑Neoprenanzug, Flossen, Handschuhe, Rescue‑Boje

Um 12:30 Uhr fiel der Startschuss.

 

🌊 Im Wasser – Ruhe nach einem turbulenten Morgen

Sobald ich im Wasser lag, fiel der Stress des Morgens von mir ab. Die gleichmäßigen Bewegungen, die Rückenlage und das Paddeln mit den Flossen brachten mich schnell in einen Zustand tiefer Ruhe. Das Wasser drang langsam in den Neoprenanzug und die Kapuze, und die Geräusche um mich herum wurden leiser.

Nach etwa 15 Minuten erreichte ich den Alten Floßhafen. Immer wieder richtete ich mich auf, um die Orientierung zu behalten, und kam dabei mit anderen Schwimmern ins Gespräch. Auf dem Rücken liegend hätte ich am liebsten einfach weitergeschwommen – getragen vom Wasser, im eigenen Rhythmus.

 

🧭 Quer über den Main bis zum Ausstieg

Vom Floßhafen ging es zurück in den Hauptstrom und anschließend quer über den Main. Auf Höhe des Schwimmbads erfolgte der Ausstieg. In diesem Moment wurde mir erneut bewusst, warum ich das Langstreckenschwimmen liebe: die Ruhe, die Klarheit und das Gefühl, im Wasser ganz bei mir zu sein.

 

📏 Strecke & Zeit

  • Distanz: 4 Kilometer

  • Zeit im Wasser: 1 Stunde 23 Minuten

  • Intensität: gleichmäßig, entspannt, im eigenen Tempo